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Pflanzenschutz
Übersicht
Für Fragen zum Pflanzenschutz stehen Ihnen folgende Einrichtungen zur Verfügung:
Die
Fachberater vom Kgv. Blumental
(siehe Link "Termine")
Der amtliche Pflanzenschutzdienst Wien, MA 42
1220 Wien, Siebeckstraße 14, Tel: (+43 1) 4000-42264
Gartentelefon-Beratungszeit, Mo - Fr, 8 - 12 Uhr,
E-Mail: post@m42.magwien.gv.at
Homepage: http://www.wien.at/ma42
Die AGES
(Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)
Spargelfeldstraße 191, 1226 Wien, Tel: +43 (0) 505 55, Fax: +43 (0) 505 55.
Hier finden Sie u. a. alle Warnmeldungen für Zierpflanzen, Obstbau, Gemüsebau, Weinbau etc ....
Auch Bodenanalysen (wichtig für die richtige Düngung) werden entgeltlich gemacht.
Die Service-Hotline der Wiener Fachberater:
Jeden Montag (außer an Feiertagen) von 14 - 17 Uhr. Tel. 01/587 07 85 DW 29.
E-Mail mit dem Betreff Gartentelefon
zvwien@kleingaertner.at
Sachkundenachweis - Information
Die FachberaterInnen möchten Sie auf die Gesetzeslage bezüglich der Verwendung von Spritzmitteln hinweisen.
Das Wiener Pflanzenschutzgesetz
Dieses Gesetz hat den Schutz des Lebens und der Gesundheit des Menschen und der Umwelt vor
unmittelbar und mittelbar schädlichen Einwirkungen, die bei der Verwendung
von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft oder bei der Bewirtschaftung
oder Betreuung von sonstigen Grün- oder Pflanzflächen entstehen können, zum
Ziel. Unter "Verwendung" wird im Rahmen dieses Gesetzes nicht nur die
Anwendung (Gebrauch, Verbrauch, Be- und Verarbeitung) von
Pflanzenschutzmitteln verstanden, sondern auch deren innerbetriebliche
Beförderung, Lagerung und Aufbewahrung. Pflanzenschutzmittel dürfen nur
sachgerecht verwendet werden. Dazu zählt die Verpflichtung die
Anwendungsbestimmungen (Indikation, Aufwandmengen oder
Aufwandskonzentrationen, Anwendungsarten, Anwendungszeitpunkte, Warte- und
Nachbaufristen) einzuhalten. Außerdem ist bei der Anwendung von
Pflanzenschutzmitteln auf den integrierten Pflanzenschutz bedacht zu nehmen.
Die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln, welche gefährliche Stoffe oder
Zubereitungen im Sinne des Chemikaliengesetzes, BGBl. Nr. 326/1987
eingestuft sind, ist nur sachkundigen Personen gestattet.
Sachkundig sind nur Personen, die über die bei der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln
erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. Als Nachweis der
Sachkundigkeit gilt beispielsweise eine Bestätigung über die erfolgreiche
Teilnahme an einem dem entsprechenden Ausbildungskurs.
Wer Pflanzenschutzmittel anwendet oder anwenden lässt, hat ein Spritztagebuch zu
führen, aus dem die Bezeichnung des Grundstückes, des Pflanzenschutzmittels
und die flächenbezogene ausgebrachte Menge des angewendeten Pflanzenschutzmittels sowie das Datum
der Anwendung ersichtlich sein muss. Das Spritztagebuch ist für jedes
Kalenderjahr gesondert zu führen.
Das Gesetz sieht eine hohe Verwaltungsstrafe vor (bis zu EUR 5.000,--).
Es ist daher in Ihrem eigenen Interesse einen solchen Kurs zu besuchen.
Der Zentralverband der Kleingärtner veranstaltet Sachkundenachweis Kurse.
Machen Sie von diesem Kursangebot Gebrauch und schicken Sie eine Postkarte an den "Kleingärtner",
Getreidemarkt 11, 1060 Wien oder ein E-Mail mit dem Kennwort "Sachkundenachweis“
an
zvwien@kleingaertner.at
Damit ist Ihre Teilnahme am Kurs gesichert.
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Birnengitterrost
Schadbild:
Sporenlager an Birnblattunterseite
Birnengitterrost ist ein besonderes Problem in den Obstgärten geworden. Er wird durch den „Wirtswechsel-Rostpilz“
(Gymnosporangium fuscum) verursacht. Um sich entwickeln zu können, braucht er den Hauptwirt Wacholder (unser einheimischer
Wacholder „Juniperus communis“ gehört jedoch nicht dazu) und den Birnbaum (er ist der Zwischenwirt).
Am Wacholder schwellen befallene Stellen spindelförmig an, die dann von ca. Ende März bis Mitte Mai im Frühling bei Feuchtigkeit
eine orangefarbige gallertige Sporenmasse bilden. Diese werden in der weiteren Folge vom Wacholder weggeschleudert und vom Wind
auf den den Birnbaum, verfrachtet. An den Birnenblättern erscheinen im späteren Frühjahr kräftig orangerote Flecken.
Die Sporenlager des Pilzes bilden sich im Spätsommer an der Blattunterseite warzenförmige Auswüchse die einige Millimeter
lang werden können. Diese Sporen werden wiederum mit dem Wind auf die Wacholder getragen und somit ist der Kreislauf eines
Wirtswechselpilzes geschlossen.
Bekämpfung und Gegenmaßnahmen:
Der Pilz ist zu seiner Entwicklung auf diesen Wirtswechsel angewiesen. Wo die Möglichkeit besteht, ist die Eliminierung des
Wacholders die effizienteste Methode der Bekämpfung.
Unser Ziel sollte aber sein, keine anfälligen Wacholderpflanzen in den Gärten zu pflanzen und bereits befallene Pflanzen roden.
Eine Bekämpfung des Pilzes an der Wacholderpflanze mit einem Fungizid ist nicht möglich. Mechanisch kann man jedoch ab Anfang
Mai mit einem scharfen Wasserstrahl die schleimige Sporenmasse von den befallenen Wacholderzweigen wegspritzen. Die Sporen
fallen auf den Boden und werden dadurch unschädlich. Befallene Birnenblätter mit dem Restmüll entsorgen.
Den Rostpilz am Birnbaum, kann man jedoch, wenn der Befall da ist, etwa ca. Anfang bis Ende Mai mit dem Fungizid „
Baycor“ 0,05% recht gut chemisch bekämpfen.
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| Birnengitterrost |
Birnengitterrost |
Wacholderrost |
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Kräuselkrankheit bei Pfirsich und Nektarine
Entwicklung des Erregers:
Die Sporen des Pilzes Taphrina deformans überwintern auf Trieben, in Rindenritzen und
Knospenschuppen. Die Pilzsporen werden bei Regen
direkt in die schwellenden Knospen hineingespült. Dort entwickelt
sich der Krankheitserreger, die Blätter werden hell, kräuseln sich
und bilden wulstige, rötliche Blasen. Die Blätter vertrocknen
schließlich und fallen ab. Die Pflanze wird dadurch sehr geschwächt.
Das höchste Infektionsrisiko besteht ab dem Austrieb bis zum
Ende der Blüte.
Bekämpfung:
Grundsätzlich sollen die Pfirsichbäume
ab dem Knospenschwellen mit Kupfer gespritzt werden. Die Spritzung ist jedoch vor feuchter Witterung (Regen, Nebel) zu wiederholen.
Es können bis zum vollständigen Öffnen der Knospen bis zu drei
Spritzungen erforderlich sein. Alternativ können die Bäume mit
Schachtelhalmbrühe behandelt werden, wobei im Abstand von 4 Tagen
diese Spritzung 3 - 4 mal zu wiederholen ist. Auch eine
Unterpflanzung im Bereich der Baumscheibe mit Zitronenmelisse hilft
die Kräuselkrankheit etwas in den Griff zu bekommen.
Wichtig zu wissen:
Die Kräuselkrankheit
von Pfirsich und Nektarine kann nur vorbeugend (in den Monaten Jänner bis März - je nach Witterung und Lage) bekämpft werden.
Generell sind weißfleischige Pfirsichsorten toleranter gegen die
Kräuselkrankheit als gelbfleischige Sorten.
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Kräuselkrankheit beim Pfirsich
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Kräuselkrankheit
beim Pfirsich |
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Monilia Fruchtmumien
Wenn das Laub im Spätherbst von den Bäumen abgefallen ist, sind oftmals verdorrte
oder verschimmelte Früchte in den Baumkronen gut zu erkennen. In
diesen Fruchtmumien überwintern die Erreger des gefährlichen
Monilia-Pilzes. Damit von diesen Mumien im Frühjahr keine neue
Pilzinfektion ausgehen kann, sollen sie sofort restlos entfernt
werden. Die Mumien fallen nicht von allein ab, sie müssen gepflückt
werden. Werfen sie die Mumien in die Mülltonne und nicht auf den
Kompost. Besonders gefährdet sind fast alle Marillen-, Zwetschken-
und Kirschenbäume, sowie einige Apfelsorten.
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Narrentaschen
Taschenkrankheit, eine Pilzkrankheit, die auch unter dem Namen Narrenkrankheit bekannt ist und die Zwetschken befällt.
Bei sehr feuchter Blütezeit können bis zu 50% des Ernteertrages ausfallen.
Nach der Blüte verändern sich die Früchte krankhaft. Sie werden flach und schotenförmig gekrümmt. Die bleichgrünen Früchte werden mit
einem Pilzrasen bedeckt, verfärben sich braun u. fallen letztendlich ab.
Der Pilz überwintert auf den Trieben. Bei feuchter Witterung während der Blütezeit werden die Fruchtknoten infiziert uzw. noch bevor die
Blüten befruchtet sind.
Mit dem auf den deformierten Früchten entstehenden Pilzmyzel werden dann auch die Triebe infiziert.
Alle Narrenfüchte so bald als möglich abpflücken.
Bei sehr feucht-kühler Witterung während der Blütezeit sollte der Baum
zweimal (am Anfang und am Ende der Blüte) mit einem
Fungizid (z. B. mit Baycor) behandelt werden.
Bei Neupflanzungen auf weniger empfindliche Sorten achten.

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Apfelwickler
Beschreibung:
Kleinschmetterling mit einer Flügelspannweite von 20 mm entwickelt in unserem Klima zwei Generationen und zwar sie erste von Mai bis Juli, diese kann sich mit der zweiten Generation überschneiden die von Juli bis Ende August erfolgt.
Der Falter fliegt nur in der Dämmerung und bei über 15 °. Ein Weibchen legt bis zu 80 Eier in die Nähe der noch jungen Früchte. Die Raupe bohrt sich in die jungen Früchte und frisst dort bis zu 4 Wochen. Danach verlässt sie die Frucht und spinnt sich zur Überwinterung in einem Kokon in Rindenritzen ein.
Bekämpfung:
1. Im Frühling, wenn die Raupchen den Stamm hochkriechen ist es sinnvoll, ihnen den Weg zu den Früchten mit Wellpappe zu versperren (mechanische Bekämpfung). Dieser Ring sollte 30 bis 50 cm über dem Boden fest um den Baumstamm gebunden werden. Abfallende Früchte sofort entfernen und erst nachdem man sie in Wasser (um die Raupen zu ertränken) gelegt hat, in den Restmüll bringen.
2. Während des Wicklerfluges kann man die Bekämpfung auch mit biologischen Präparaten, wie Carpovirusine, Madex oder Granupom
machen. Aufgrund der kurzen Wirkungsdauer dieser Mittel (ca. 7 Tage) sind
für eine vollständige Bekämpfung mehrere Behandlungen in kürzeren Abständen
erforderlich.
3. Eine chemische Bekämpfung ist mit Dimilin, Decis oder Insegar möglich. Bitte beachten Sie dazu die Pflanzenschutz-Warndienste der „AGES“ oder der „MA 42“.
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Blutlaus
Bevorzugt werden die Sorten Weißer Klarapfel, Goldparmäne, James Grieve,
Jonathan, Golden Delicius und Cox Orange befallen.
Besonders gut erkennbar sind die Blutläuse durch ihren weißlichen Wachsflaum,
mit dem sie bedeckt sind. Sie befallen besonders Holzwunden, normale Zweige
und Stämme. Durch die Speicheauscheidungen der Blutläuse kommt es an den
Saugstellen auf Trieben und Ästen zu krebsartigen Wucherungen.
Blutläuse überwintern als Larven auf den Zweigen und im Boden auf den Wurzeln.
Es treten meistens 6 – 10 Generationen im Jahr auf. Die erwachsenen, braunen
Blutläuse gebären bis zu 180 Larven. Im Sommer verbreiten geflügelte Tiere
den Befall auf andere Apfelbäume.
Bei Neupflanzungen sollten weniger empfindliche Sorten bevorzugt werden.
Nützlinge, wie die Blutlauszehrwespe und auch die Schwebfliege tragen zur Reduzierung
es Blutlausbestandes bei. Bei ganz starkem Befall ist eine chemische Bekämpfung
(z.B. mit Calypso oder Confidor 70 WG)
vorteilhaft.

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Fichtengallenlaus
Schaderreger: Große „ananasartige“ Gallen sind die Folge eines Befalls mit der Grünen oder der Gelben Fichtengallenlaus.
Die Grüne Fichtengallenlaus benötigt für ihre Entwicklung einen Zwischenwirt (Europäische Lärche), an der sie überwintert.
Die Gelbe Fichtengallen- laus hingegen lebt ausschließlich an Fichten. Gallen, die an der Triebbasis sitzen, werden von der Roten Fichtengallenlaus verursacht, die ebenfalls einen Wirtswechsel mit Lärchen durchläuft.
Schadbild: An der Triebbasis oder Triebspitze von Fichtenzweigen, vor allem von Rot -fichten, befinden sich zapfenähnliche, ananas- oder erdbeerförmige Gallen, die zunächst grün oder gelb gefärbt sind, später dann eintrocknen, verholzen und braun werden.
Sie rufen unregelmäßige Zweigbildung oder das Absterben einzelner Triebe hervor.
Gegenmaßnahmen: Schäden, die durch Fichtengallenläuse verursacht werden, sind als gering einzustufen und erfordern meist keine Gegenmaßnahmen. Notfalls können befallene Triebe zurückgeschnitten oder vorhandene Gallen ausgepflückt werden.
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Frostspanner
Der Frostspanner ist ein Schmetterling, dessen Raupen sowohl an Kern- und Steinobstbäumen starke Fraßschäden verursachen können.
Im Oktober wandern die flugunfähigen Frostspanner Weibchen auf die Bäume auf, dort werden sie von den flugfähigen Männchen begattet
und legen anschließend ihre Eier in die Rindenspalten und Triebspitzen. Um eine Eiablage zu verhindern, sollte man jetzt Leimringe an den Stämmen und
Baumstützen anbringen und von Oktober bis März auf den Obstbäumen
lassen.

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Nützlingshaus
Mit wenigen Handgriffen kann so ein Nützlingshaus gebaut werden.
Die Bohrungen im Holz und in den Ziegel sind zwischen 3 und 10mm und ungefähr 60mm tief.

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Vogelfütterung im Winter
Vögel richtig füttern:
Beginnen im Dezember und bis März füttern.
Die Vögel müssen beim Fressen vor Katzen und Räubern sicher sein!
Aus hygienischen Gründen sind Silofütterhäuser oder Futtersäulen unbedingt zu empfehlen, weil das Futter nicht nass wird und nicht mit Vogelkot verunreinigt werden kann.
Welches Futter ist geeignet?
Körner werden von vielen Arten gerne gefressen z. B. Hanf, Hirse, Sonnenblumenkörner, Leinsamen, Streufutter, Erdnüsse, Walnüsse, Haselnüsse, Meisenringe und -knödel sind auch sehr beliebt.
Weil Vögel bei unsachgemäßer Fütterung erkranken und sogar sterben können, dürfen keine gesalzenen Produkte, keine Speisereste und kein verdorbenes oder verschimmeltes Futter angeboten werden!
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